Earthforge Academy Gold verstehen.Schritt für Schritt. Drei kompakte Kurse. Elf Lektionen mit Erklärfilm und Lesetext – zum Abschluss das große Wissensquiz über alle Themen. Lernen Sie in Ihrem Tempo. Goldkristalle in natürlicher Form. Archivfoto: Wikimedia Commons So funktioniert die Academy Lektion öffnen: Erklärfilm ansehen oder den Lesetext lesen. „Lektion abgeschlossen“ antippen – Ihr Fortschritt wird gespeichert. Zum Schluss das Quiz: 22 Fragen, 2 pro Lektion, mit sofortiger Erklärung. 0 / 11 abgeschlossen Kurs 1 · Einstieg · 4 Lektionen Gold verstehen Preis, Gewicht, Beweggründe und die verschiedenen Wege zum Gold. 1Wie entsteht der Goldpreis?Film · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 1.1Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Einen festen Goldpreis gibt es nicht – er entsteht jede Sekunde neu, aus Angebot und Nachfrage. Gehandelt wird rund um die Uhr, vor allem in London und New York. Zweimal am Tag wird in London der LBMA-Goldpreis festgestellt, ein Referenzwert für die ganze Branche. Was den Preis bewegt: Zinsen, der US-Dollar, Käufe der Notenbanken, die Schmucknachfrage – und die Stimmung in Krisenzeiten.“ Angebot & Nachfrage: Frisches Gold kommt aus der Minenförderung und aus Recycling. Dem steht die Nachfrage gegenüber: Schmuck, Industrie und Technik, Anlegerinnen und Anleger sowie Notenbanken. Steigt die Nachfrage schneller als das Angebot, steigt der Preis. Handel rund um die Uhr: Die wichtigsten Handelsplätze sind London (direkter Handel zwischen Banken) und New York (Terminmarkt). Dadurch entsteht fast rund um die Uhr ein aktueller Preis. LBMA-Referenzpreis: Zweimal täglich wird in London der LBMA-Goldpreis festgestellt – in US-Dollar je Feinunze. Er gilt weltweit als Referenzwert für Verträge und Abrechnungen. Die wichtigsten Treiber: das Zinsniveau (niedrige Zinsen machen das zinslose Gold attraktiver), der Kurs des US-Dollars, Käufe der Notenbanken, die Schmucknachfrage – und die Stimmung in Krisenzeiten. 2× täglichLBMA-Referenzpreis in London (US-Dollar je Feinunze) Lektion abgeschlossen 2Unzen, Gramm & KaratFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 1.2Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Gold wird in Feinunzen gehandelt – eine Feinunze sind 31,1 Gramm, nicht 28,35 wie die gewöhnliche Unze. Wie rein Gold ist, sagt der Feingehalt in Tausendsteln oder in Karat: 24 Karat ist reines Gold, 18 Karat entspricht 750 Tausendsteln, 14 Karat 585, 8 Karat 333. Schmuck ist also meist eine Legierung – Anlagebarren dagegen haben 999,9.“ Feinunze (oz t): Die Handelseinheit am Weltmarkt. Eine Feinunze wiegt 31,1035 g – nicht zu verwechseln mit der Alltagsunze (28,35 g), die etwa in der Küche genutzt wird. Feingehalt in Tausendsteln: Er sagt, wie viel reines Gold im Stück steckt. Anlagebarren haben meist 999,9‰ – das ist „Feingold“. Karat: Die ältere Angabe in 24 Teilen: 24 Karat = reines Gold, 18 K = 750‰, 14 K = 585‰, 8 K = 333‰. Der Rest sind Beimischungen wie Kupfer oder Silber. Warum Schmuck eine Legierung ist: Reines Gold ist sehr weich. Beimischungen machen Schmuck härter und verändern die Farbe – etwa Rotgold durch mehr Kupfer. Schnell umrechnen: Grammpreis = Unzenpreis ÷ 31,1. So vergleichen Sie Angebote verschiedener Größen fair. 31,1 g1 Feinunze – nicht zu verwechseln mit der Alltagsunze (28,35 g) Lektion abgeschlossen 3Warum halten Menschen Gold?Film · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 1.3Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Gold zahlt keine Zinsen und keine Dividende. Warum halten Menschen es trotzdem? Weil es seit Jahrtausenden als Wertspeicher gilt, weil es nicht von einem Schuldner abhängt und weil es sich oft anders bewegt als Aktien und Anleihen. Auch Notenbanken halten Gold als Reserve. Dazu kommt die kulturelle Seite: Schmuck, Geschenke, Tradition.“ Wertspeicher: Gold soll langfristig Kaufkraft erhalten, statt laufende Erträge zu liefern – Zinsen oder Dividenden zahlt es nicht. Kein Schuldner: Ein Barren ist kein Zahlungsversprechen. Er hängt nicht davon ab, dass eine Bank, ein Staat oder ein Unternehmen zahlt. Streuung im Depot: Gold bewegt sich oft anders als Aktien und Anleihen. Gerade in Stressphasen kann das ein Depot stabilisieren. Notenbanken: Zentralbanken weltweit halten Gold als Reserve und haben ihre Bestände zuletzt deutlich ausgebaut. Kultur & Tradition: Schmuck und Geschenke – etwa zu Hochzeiten in Indien oder als Erbstück – machen einen großen Teil der Nachfrage aus. Lektion abgeschlossen 4Welche Formen von Gold gibt es?Film · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 1.4Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Zum Gold führen viele Wege. Physisch: Barren und Anlagemünzen wie Krügerrand oder Maple Leaf – und Schmuck, bei dem aber Verarbeitung und Design einen großen Teil des Preises ausmachen. Nicht-physisch: börsengehandelte Gold-ETCs, Goldkonten und digitale Angebote. Und indirekt: Aktien von Minengesellschaften, die vom Goldpreis abhängen, aber eigene Unternehmensrisiken tragen.“ Barren: Von 1 g bis 12,5 kg („Good Delivery“). Je größer der Barren, desto kleiner das Aufgeld pro Gramm. Anlagemünzen: Klassiker wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker – weltweit bekannt und leicht wieder verkäuflich, meist als 1 Unze oder in Bruchteilen davon. Schmuck: Im Preis stecken viel Verarbeitung und Design. Beim Wiederverkauf zählt meist nur der reine Metallwert. ETC, Goldkonto & digitale Angebote: Bequem und günstig – aber Sie halten einen Anspruch auf Gold, kein Metall in der Hand (mehr dazu in Lektion 3.4). Minenaktien: Aktien von Goldproduzenten hängen am Goldpreis, tragen aber zusätzlich Unternehmensrisiken – Förderkosten, Management, Politik im Förderland. Lektion abgeschlossen Kurs 2 · Einstieg · 3 Lektionen Gold, Kaufkraft & Währung Zahlen einordnen und Veränderungen fair vergleichen. 1Was Inflation mit Kaufkraft machtFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 2.1Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Inflation heißt: Preise steigen, und für denselben Euro bekommen Sie weniger. Schon zwei Prozent im Jahr halbieren die Kaufkraft in etwa 35 Jahren. Deshalb unterscheidet man nominale Werte – die Zahl auf dem Konto – von realen Werten, also dem, was man sich davon kaufen kann. Gold wird oft als Schutz gegen Kaufkraftverlust gesehen, kurzfristig ist dieser Schutz aber keineswegs garantiert.“ Was Inflation bedeutet: Preise steigen, und für denselben Euro bekommen Sie weniger. Ihr Geld verliert an Kaufkraft, auch wenn die Zahl auf dem Konto gleich bleibt. Nominal vs. real: Nominal ist der reine Zahlenwert (Kontostand). Real ist inflationsbereinigt – also das, was Sie sich tatsächlich dafür kaufen können. Faustregel 72: 72 ÷ Inflationsrate ≈ Jahre bis zur Halbierung der Kaufkraft. Bei 2 % Inflation sind das etwa 35 Jahre. Gold & Inflation: Über lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft oft gehalten. Kurzfristig ist dieser Schutz aber nicht garantiert – auch Phasen mit realem Wertverlust über Jahre sind möglich. ≈ 35 Jahrebis 2 % Inflation die Kaufkraft halbiert Lektion abgeschlossen 2Gold in Euro & DollarFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 2.2Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Weltweit wird Gold in US-Dollar notiert. Für Anleger im Euroraum zählt aber der Preis in Euro – und der hängt zusätzlich am Wechselkurs. Fällt der Euro gegenüber dem Dollar, wird Gold in Euro teurer, selbst wenn der Dollarpreis gleich bleibt. Steigt der Euro, kann ein Goldgewinn in Dollar in Euro gerechnet kleiner ausfallen.“ Weltpreis in US-Dollar: Gold wird international in Dollar je Feinunze notiert – auch wenn Sie in Euro kaufen. Umrechnung: Euro-Preis = Dollar-Preis ÷ EUR/USD-Kurs. Rechenbeispiel: 2.000 $ ÷ 1,10 ≈ 1.818 € je Feinunze. Der Wechselkurs-Effekt: Fällt der Euro gegenüber dem Dollar, wird Gold in Euro teurer – selbst wenn der Dollarpreis gleich bleibt. Steigt der Euro, fällt der Gewinn in Euro kleiner aus als in Dollar. Was für Sie zählt: Im Euroraum ist immer die Summe aus Goldpreis und Wechselkurs entscheidend. Lektion abgeschlossen 3Wertentwicklung ehrlich vergleichenFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 2.3Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Mit Renditezahlen lässt sich viel erzählen. Ein fairer Vergleich nutzt denselben Zeitraum, dieselbe Währung und rechnet Kosten ein – Aufgeld, Spanne, Lagerung, Gebühren. Achten Sie auf den Start- und Endpunkt: Wer in einem Tief beginnt, sieht immer gut aus. Und vergleichen Sie Gold mit Aktien inklusive Dividenden – sonst ist der Vergleich schief.“ Gleiche Basis: Nur mit gleichem Zeitraum und gleicher Währung lassen sich Anlagen fair vergleichen. Startpunkt-Effekt: Wer den Vergleich in einem Tief beginnen lässt, macht jede Anlage zum Gewinner. Prüfen Sie immer, warum gerade dieser Zeitraum gewählt wurde. Kosten einrechnen: Aufgeld beim Kauf, Spanne beim Verkauf, Lagerung oder Schließfach, laufende Gebühren – erst nach Kosten ist der Vergleich ehrlich. Aktien mit Dividenden vergleichen: Aktien zahlen Dividenden, Gold nicht. Fair ist nur der Vergleich mit der Gesamtrendite inklusive Dividenden. Real statt nominal: Rechnen Sie die Inflation heraus – erst dann sehen Sie, was Ihr Geld wirklich gewonnen hat. Lektion abgeschlossen Kurs 3 · Einstieg · 4 Lektionen Gold bewusst kaufen Kosten, Prüfung, Verwahrung und digitale Ansprüche verstehen. 1Aufgeld & HandelsspanneFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 3.1Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Wer Gold kauft, zahlt mehr als den reinen Goldpreis: das Aufgeld für Prägung, Transport und Händlermarge. Beim Verkauf bekommt man dagegen meist etwas weniger. Der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis heißt Handelsspanne. Je kleiner das Stück, desto höher das Aufgeld – ein 1-Gramm-Barren ist pro Gramm deutlich teurer als ein 100-Gramm-Barren.“ Aufgeld (Premium): Der Aufschlag über dem reinen Goldpreis beim Kauf. Er deckt Prägung, Transport, Versicherung und die Marge des Händlers. Handelsspanne: Der Unterschied zwischen dem Verkaufspreis des Händlers und dem Preis, zu dem er zurückkauft. Beim sofortigen Wiederverkauf ist die Spanne Ihr Verlust. Stückelung beachten: Je kleiner das Stück, desto höher das Aufgeld pro Gramm. Ein 1-Gramm-Barren ist pro Gramm deutlich teurer als ein 100-Gramm-Barren. Richtig vergleichen: Vergleichen Sie den Gesamtpreis inklusive Versand und Gebühren – nicht nur das Aufgeld. Und schauen Sie sich vorher den Rückkaufpreis an. Lektion abgeschlossen 2Feinheit prüfen & Warnzeichen erkennenFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 3.2Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Echtes Anlagegold trägt Prägungen: Hersteller, Gewicht, Feingehalt, bei Barren oft eine Seriennummer. Gewicht und Maße lassen sich nachmessen. Seriöse Händler nehmen Barren anerkannter, LBMA-gelisteter Hersteller und geben eine Rechnung. Warnzeichen sind Preise unter dem aktuellen Goldpreis, Zeitdruck, Vorkasse an Unbekannte und fehlende Firmenangaben.“ Prägung lesen: Echtes Anlagegold trägt Hersteller, Gewicht und Feingehalt (z. B. 999,9), Barren zusätzlich meist eine Seriennummer. Dazu gehören Zertifikat oder versiegelte Verpackung. LBMA-Liste: Barren anerkannter, LBMA-gelisteter Hersteller („Good Delivery“) gelten weltweit als handelbar und werden von seriösen Händlern problemlos angekauft. Nachmessen: Gewicht mit einer Feinwaage prüfen und die Maße mit den Herstellerangaben vergleichen. Fachhändler prüfen zusätzlich mit Dichte- und Ultraschallmessung. Warnzeichen: Preise deutlich unter dem aktuellen Goldpreis, Zeitdruck („nur heute!“), Vorkasse an Unbekannte, fehlende Firmenangaben oder keine ordentliche Rechnung. Lektion abgeschlossen 3Gold sicher verwahrenFilm · Lesen · 2 Fragen3–4 Min. → Erklärfilm · Lektion 3.3Platz für Ihr Video (MP4). 🎬 Sprechtext / Drehbuch „Gold zu Hause braucht einen Tresor und eine Versicherung, die den Wert wirklich abdeckt. Im Bankschließfach ist der Inhalt nicht automatisch versichert –